Malgorzata Chodakowska / PL

Malgorzata Chodakowska thematisiert in ihren anmutigen und grazilen Skulpturen die Sehnsucht nach der inneren Ruhe, die Suche nach dem inneren Gleichgewicht – ein Idealzustand, den wir bewusst oder unbewusst alle mehr oder weniger anstreben. Und so wird man ganz unweigerlich in den Bann gezogen von ihren Schöpfungen, die uns als beseelte, individuelle Wesen erscheinen. Der Mensch – das Maß aller Dinge, vom Ideal der griechischen Hochklassik über die Renaissance bis zur heutigen Zeit, diesem Thema widmeten sich schon ganze Bildhauergenerationen. Immer wieder anregend ist für ihre Motivwahl der Tanz als Ausdruck seelischer Empfindungen, die sich über die Körpersprache vermitteln.

Die Bildhauerin konfrontiert uns mit Skulpturen, die äußerst differenziert in ihren Körperhaltungen und in den Physiognomien erscheinen und so ganz unterschiedliche Charaktere versinnbildlichen. Die einen treten uns offen und selbstbewusst entgegen, andere wiederum wirken zerbrechlich und in sich gekehrt, fast ein wenig melancholisch. Die Gesichter verändern sich beim Umschreiten der Figuren, innere Befindlichkeiten treten dabei noch deutlicher zu Tage.

Text: Konstanze Rudert (Ausstellung in der Villa Eschebach, 2005)