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Folkert Rasch / DE


Folkert Rasch ist kein reiner Vertreter des Realismus und auch nicht des Naturalismus, denn der Betrachter seiner Bilder erlebt keinerlei Bestätigung der vertrauten Zusammenhänge, wie sie die Objekte im Alltag haben. Betont werden vielmehr die Materialität und die Dinglichkeit. Häuser, Boote, Leuchttürme und Bäume treten in den Bildern "markanter" auf als in den Landschaften, die wir aus eigener Anschauung kennen. Rasch macht sich das Grundbedürfnis des Menschen zu ordnen, in der Konstruktion seiner Bilderwelt zu eigen. Die Aufteilung im Bildraum erfolgt oft nach dem goldenen Schnitt. Kompositorisch wie konzeptionell zeigen seine Bilder eine strenge eigene Ordnung vor allem der ikonischen Momente.
…Mich fasziniert die Linie De Chirico, Hopper, Hodler. Besonders De Chirico schlug mich mit seiner Forderung nach einer „neuen Astronomie der Dinge“ in den Bann. (...) Die von mir gewählten Bildgegenstände sind mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen verbunden, doch geht es mir in meiner Malerei immer auch um das Exemplarische, z. B. um das Nahe und Ferne, um das Konstruierte und das Gewachsene, um die Behausung und das Unbehauste der Natur, um das einfache Dasein der Dinge und ihr geheimnisvolles Sosein, ihre physische Körperlichkeit und ihren metaphysischen Gehalt (...).

Gespräch zwischen Folkert Rasch und Pastor Erich Witschke




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